Heute, am 30. März 2020, jährt sich der Todestag der seligen Restituta – Helene Kafka zum 77. Mal.

Enthauptung im Landesgericht Wien I

Am 30. März 1943 wurde Schwester Restituta um 18.21 Uhr im Landesgericht Wien I enthauptet. Mit zwei weiteren Frauen, 16 Männern – darunter sechs Brigittenauer Straßenbahnern – teilte sie ihr Schicksal und die Todesstunde. In nur 45 Minuten fielen 19 Menschenköpfe – im 2-3-Minutentakt.

Schwester Restituta war die einzige Ordensfrau im Dritten Reich, die in einem Gerichtsprozess zum Tod verurteilt und tatsächlich hingerichtet wurde.

Aus Schwester Restitutas letztem Brief aus der Haft, den sie am 28. März 1943 geschrieben und der zwei Tage später, am Tag der Hinrichtung, zensuriert wurde:

„Nun wie lange ich noch in diesen Mauern bleiben muss? Wohl keine Sekunde länger, als mein himmlischer Vater bestimmt hat, und dies genügt. Den Berg hinan gehe ich gern, denn von dort ist es nicht mehr weit in die ewige Heimat.“

Wir gedenken heute neben Sr. Restituta aller Opfer des Nationalsozialismus, besonders aber jener 18 Männer und Frauen, die mit Restituta am 30. März 1943 dieselbe Todesstunde vereinte:

18:00 Uhr: Ludwig Kohout
18:03 Uhr: Emil Jurica
18:05 Uhr: Franz Strouhal
18:07 Uhr: Franz Ondras
18:10 Uhr: Josef Gebauer
18:12 Uhr: Friedrich Wiegand
18:15 Uhr: Maria Fischer
18:17 Uhr: Leopoldine Ulbrich
18:21 Uhr: Helene Kafka
18:23 Uhr: Friedrich Stix
18:25 Uhr: Ludwig Kupsky
18:28 Uhr: Leopold Slaby
18:30 Uhr: Josef Friedl
18:32 Uhr: Johann Plocek
18:34 Uhr: Karl Papouschek
18:36 Uhr: Alois Houdek
18:38 Uhr: Josef Krcmarik
18:40 Uhr: Rudolf Schmidt
18:44 Uhr: Josef Capka

Gott, der Schöpfer und Herr unseres Lebens, hat unsere liebe Schwester Maria Petronilla Zoitl  am Dienstag, dem 4. Februar 2020 um 6:00 Uhr in die ewige Heimat abberufen.

Sr. M. Petronilla wurde am 6. Juli 1947 in Rohrbach-Berg im oberen Mühlviertel ihren Eltern Leopold und Theresia Zoitl geboren. Die religiöse Atmosphäre der Familie wie auch der nächst gelegenen Wallfahrtskirche Maria Trost ließen in drei der fünf Geschwister die Berufung zum geistlichen Leben reifen. Ein Bruder  wurde Redemptorist, die jüngere und einzige Schwester folgte ihr in unsere Ordens-gemeinschaft nach. Schon während der Schulzeit war für sie und ihre Geschwister die tägliche Mit-feier der hl. Messe in der Pfarrkirche Rohrbach eine Selbstverständlichkeit. So hatte sie auch bereits als Kind den Wunsch, Ordensschwester zu werden und begann bereits mit vierzehn Jahren die Ordens-ausbildung in unserem Mutterhaus. Am 17. September 1967 legte sie die ewige Profess ab; zuvor musste in Rom eine Dispens erbeten werden, weil sie das erforderliche Alter noch nicht erreicht hatte.

Bereits 1963 wurde Sr. M. Petronilla in das Priesterseminar der Erzdiözese Wien/Boltzmanngasse entsandt. Den arbeitsreichen Dienst in Küche, Haushalt und Garten versah sie mit großer Hingabe und Freude. Das Gebet für die Priester und ihre Sorge um die Anliegen der Kirche blieb Zeit ihres Lebens ihr besonderes Apostolat.

Nach Beendigung der Tätigkeit unserer Schwestern im Seminar kam Sr. M. Petronilla 1992 nach Wr. Neustadt. Auch dort sorgte sie für Küche und Garten unseres Klosters und Altersheimes. Eine auftretende Bewegungseinschränkung der Beine erschwerte zunehmend den Dienst, doch hielt sie mit starkem Willen und großer Opferbereitschaft bis zur Schließung der Niederlassung im Jahr 2009 durch. Danach gehörte Sr. M. Petronilla der Gemeinschaft des Mutterhauses an. Obwohl sich ihr Gehvermögen immer mehr verringerte und sie sich nur mehr im Rollstuhl fortbewegen konnte, hörte man Sr. Petronilla nie klagen; vielmehr strahlte sie stets Freude und Zuversicht aus. Die Kraft dazu holte sie sich in unermüdlichem Gebet. Mit Interesse las und hörte sie Nachrichten aus Kirche und Welt und fand darin reichlich Motivation für ihr Beten und Opfern. Ein besonderes Anliegen war ihr die Verehrung des heiligsten Herzens Jesu.

Mit bewundernswerter Geduld ertrug Sr. M. Petronilla auch die schwere Krankheit, die vor mehreren Monaten aufgetreten war. Am Morgen des 4. Februar, während in der Kapelle die hl. Messe gefeiert wurde, vollendete der Herr ihren irdischen Lebensweg. Sehr dankbar bleiben wir ihr verbunden.

Begräbnisfeier:

Mittwoch, 19. Februar 2020
10:30 Uhr    Seelenmesse im Mutterhaus, Wien V., Hartmanngasse 7
13:00 Uhr    Beerdigung am Friedhof Ober St. Veit, Wien XIII.

Parte von Sr. M. Petronilla

ES WIRD WEIHNACHTEN SEIN, WENN WIR

  • wie Josef der Stille Raum geben;
  • wie Maria zu Gott sagen: „Siehe, hier bin ich“;
  • wie Jesus denen nahe sind, die allein sind;
  • wie die Hirten aus unseren Umzäunungen kommen, um bei Jesus zu sein.

Papst Franziskus

 

Von Herzen wünschen wir Franziskanerinnen von der christlichen Liebe

Freude, Hoffnung und Frieden

aus der Feier der Geburt des Herrn

und Gottes Segen für das Jahr 2020!

 

Heilige Messen in der Restituta-Kapelle

im Franziskus Spital Margareten, Nikolsdorfergasse 32, 1050 Wien

Heiliger Abend: Dienstag, 24. Dezember 2019
15.00 Uhr: Christmette

Christtag: Mittwoch, 25. Dezember 2019
10.00 Uhr: Heilige Messe

Hochfest des hl. Stephanus: Donnerstag, 26. Dezember 2019
10.00 Uhr: Heilige Messe

Am 14. Dezember 2019 segnete der Bischof von Brünn, Monsignore Vojtech Cikrle, in der Pfarre Brünn-Lesna 16 Glocken für das Glockenspiel der neuen Kirche zur seligen Restituta. Die heilige Messe wurde im Seelsorgezentrum Brünn-Lesná gefeiert.

Kirche zu Ehren der seligen Restituta

Mitten in einer Plattenbausiedlung mit rund 25.000 Einwohnern im Norden von Brünn wird eine Kirche zu Ehren der in Brünn geborenen und getauften seligen Maria Restituta Kafka gebaut. Derzeit dient ein großer Saal des geistlichen Zentrums Brünn-Lesna als Raum für die Gottesdienste. An Sonntagen kommen hier bis zu 500 Menschen in drei Messen zusammen.

Geplant ist die Fertigstellung der Kirche zu Ehren der seligen Restituta für 2020. An ihrem Geburtstag, dem 1. Mai 2020, soll die Kirche geweiht werden.

Sr. M. Johanna Aichhorn wurde am 7. Oktober 2019 für ihren sechsjährigen missionarischen Dienst in Argentinien und Paraguay mit der „Verdienstmedaille des Landes Oberösterreich“ ausgezeichnet.

Verdienstmedaille an 15 Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher

Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer verlieh die Verdienstmedaille an diesem Abend 15 Oberösterreicherinnen und Oberösterreichern, die weltweit im Dienst der Mission tätig waren:

Sie haben dazu beigetragen, dass weltweit vieles besser geworden ist: zum Beispiel die Steigerung der weltweiten Lebenserwartung und der Alphabetisierungsquote. Denn Entwicklungszusammenarbeit hat in Oberösterreich schon immer eine große Tradition – die Ausgezeichneten zeigen das mit ihrem jeweiligen persönlichen Beispiel!

Einsatz für ein Leben in Würde

In seiner Ansprache dankte der Landeshauptmann Sr. Johanna für ihren vielfältigen Einsatz: in einen Alten- und Pflegeheim, in der Armenpastoral, im Besuchsdienst von einsamen Menschen und vor allem in der Begleitung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen im Kinderheim Guatrache, wo sie mit Grenzsituationen von Armut und Gewalt in den Familien konfrontiert wurde. Mag. Thomas Stelzer dankte Sr. Johanna, dass sie sich tatkräftig – besonders im Sinne der ihr anvertrauten Kinder – für ein Leben in Würde eingesetzt hat.

Wir freuen uns mit Sr. Johanna über die Auszeichnung und danken ihr für ihren persönlichen Einsatz!

Bild-Quelle: Vanessa Ehrengruber/Land Oberösterreich

Sr. M. Faustyna, MMag. Dr. Anna Kadzielawa, ist eine von zwei PreisträgerInnen des GSCO-Preises 2019, mit dem die Gesellschaft zum Studium des christlichen Ostens (GSCO) alle zwei Jahre herausragende Qualifikationsarbeiten des wissenschaftlichen Nachwuchses im Forschungsgebiet der Ostkirchenkunde auszeichnet.

Dissertation

Sr. M. Faustynas ausgezeichnete Dissertation trägt den Titel „Ein neuer Aufbruch unter den russischen orthodoxen Nonnenklöstern nach dem Zerfall der Sowjetunion“, abgeschlossen 2017.

Festakt der GSCO 2019

Der Festakt zur Verleihung des GSCO-Preises 2019, an dem auch Generaloberin Sr. M. Hilda Daurer teilnahm, fand im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung der Gesellschaft am 31. Mai 2019 an der Theologischen Fakultät der Universität Fribourg/Schweiz statt.

Werdegang von Sr. M. Faustyna Kadzielawa

2006 schloss Sr. M. Faustyna Kadzielawa das Studium der Katholischen Fachtheologie an der Universität Wien ab, 2008 das Studium der selbständigen Religionspädagogik. Der Titel ihrer Diplomarbeit lautete „Gott-Erinnern – Theologie und Praxis des Jesusgebetes in den ‚Aufrichtigen Erzählungen eines russischen Pilgers‘“.

Von 2006 bis 2011 war Sr. M. Faustyna Assistentin in Ausbildung am Institut für Theologie und Geschichte des Christlichen Ostens an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien, von 2012 bis 2016 Vorstandsmitglied im Verein „PRO ORIENTE“. Ihre Forschungsinteressen gelten vor allem den neuesten Entwicklungen im russischen orthodoxen Nonnentum, den liturgischen Riten der orthodoxen Nonnenweihe sowie der monastischen Spiritualität in Ost und West.

Aktuell unterrichtet Sr. M. Faustyna katholische Religion am Gymnasium Maria Regina (1190 Wien) und ist seit 2018 Vortragende für Spiritualität der Wiener Theologischen Kurse.

Wir gratulieren Sr. M. Faustyna sehr herzlich zur Verleihung des GSCO-Preises 2019 und freuen uns mit ihr!

Vertreter/innen aus allen vier Gemeinden der Pfarre zur Frohen Botschaft und unserer Gemeinschaft gestalteten dieses große Fest – beginnend mit der heiligen Messe in der Kirche St. Florian.

Klostergarten

Die Prozession führte uns in unseren Klostergarten – die Station hier war inhaltlich von unserer Gemeinschaft vorbereitet, auch gab es eine kleine Labestation. Den Altar hat wie jedes Jahr Sr. Martina mit ihren Mitschwestern wunderbar geschmückt und hergerichtet.

Pflegeheim Wieden

Weiter ging die Prozession in das Pflegeheim Wieden, wo die Station von den Kindern und dem Kinderwortgottesdienstteam liebevoll vorbereitet war.

Kirche St. Thekla

Abschlusssegen wurde nach 12.00 Uhr Mittag in der Kirche St. Thekla erteilt, die bis zum letzten Platz gefüllt war. Anschließend wurde in der Phorusgasse weitergefeiert.

Gemeinsam unterwegs

Es war ein Fest, bei dem die Pfarrmitglieder gezeigt haben, was „gemeinsam“ heißt. Es war ein Fest, das die Pfarre wieder einmal mehr verbunden hat, uns zeigte und erfahren ließ, wie gut es tut, gemeinsam unterwegs zu sein – mit Gott! Herzlichen Dank an alle – die Teilnehmer wurden zu Beteiligten.

Weitere Bilder

Wallfahrt für Ordensfrauen

Sr. M. Johanna Aichhorn

Am Samstag, 1. Juni 2019, fuhren sechs Schwestern unserer Gemeinschaft mit einer großen Schar älterer und jüngerer Schwestern aus der Erzdiözese Wien und der Diözese Eisenstadt zur jährlichen gemeinsamen Wallfahrt, diesmal nach Györ und in das Benediktinerkloster Pannonhalma in Ungarn.

Wallfahrt für Ordensfrauen: Gemeinsam unterwegs „im selben Boot“

Gottesdienst und Begegnung mit viel Kultur, fröhliches, gemütliches Miteinander, reger Austausch unter den verschiedenen Ordensgemeinschaften, Gespräche, heiteres Lachen, aber auch Besinnung und Stille prägten diesen Tag.
Es war ein Erlebnis, das auch Mut macht, diesen Weg der Nachfolge weiterzugehen, jede an ihrem Platz, den Gott für sie bestimmt hat. Gemeinsam sind wir unterwegs, nicht nur in dieser wunderbaren Wallfahrt – wir sitzen im selben Boot und Gott mit uns.

Dank

Ein herzliches Danke an alle im Vorbereitungsteam, die uns dieses Erlebnis, diese Begegnungen, auch mit so viel Kultur, möglich machten.

Bericht auf der Seite der Ordensgemeinschaften Österreichs

Am 14. Mai 2019 machten wir unsere jährliche Gemeinschaftswallfahrt nach Maria Taferl und einen Besuch im Stift Seitenstetten. Den Nachmittag verbrachten wir bei den „Eichgrabenschwestern“ in unserem Haus St. Franziskus in Seitenstetten.

Gründungstag: 10. Mai 1857

Sr. M. Johanna Aichhorn

Unseren Gründungstag, den 10. Mai, feierte unsere Gemeinschaft mit Menschen aus der „Pfarre zur Frohen Botschaft“ im Klostergarten bei der Madonna mit einer Marienvesper zu dem Thema: „Franziskus und Maria“.

Wir danken

Dankbar sind wir unseren Gründerinnen (1857); für unsere eigene Berufung und für die Gegenwart Gottes in all den vielen Jahren, an denen ER uns als Gemeinschaft der „Franziskanerinnen von der christlichen Liebe“ geführt, begleitet und getragen hat. Wir denken an alle Menschen, die uns auf unserem Glaubensweg begleitet haben, an unsere Mitschwestern in Argentinien und Paraguay und an alle, die uns in irgendeiner Weise nahe stehen und uns am Herzen liegen.

Franziskus und Maria

Wir denken auch an unseren Ordensvater, den hl. Franziskus, und seine Beziehung zur Gottesmutter Maria. Wenn wir die Lebensbiographie und die Mariengebete dieses Heiligen lesen, merken wir, dass Franziskus eine sehr innige Beziehung zur Mutter unseres Herrn Jesus Christus hatte. Sie ist bis heute ein wesentlicher Bestandteil franziskanischer Spiritualität. Bei Franziskus begegnet uns eine sehr gesunde, marianische Frömmigkeit. Dies führt auf seine tragfähige Beziehung zu seiner leiblichen Mutter zurück. In seinen Schriften, besonders in seinen Gebeten, nimmt Maria einen ganz wesentlichen Platz ein. Dabei lässt sich eine Grundlinie erkennen: Gott ist der Geehrte, der Erhabene, der Heilige. An seiner Heiligkeit hat Maria Anteil. Die Verehrung ist eingebettet in die Verehrung Gottes.

Was Maria für Franziskus bedeutet hat, wird sehr schön in seinem Gruß an die selige Jungfrau Maria zum Ausdruck gebracht:

Sei gegrüßt Herrin, heilige Königin, heilige Gottesmutter Maria.
Du bist Jungfrau
zur Kirche geworden und erwählt
vom heiligsten Vater im Himmel,
die er geweiht hat mit seinem heiligsten, geliebten Sohn und dem heiligen Geist dem Tröster; in der war und ist alle die Fülle der Gnade und jegliches Gute.
Sei gegrüßt du sein Palast,
sei gegrüßt du sein Gezelt.
Sei gegrüßt, du sein Haus.
Sei gegrüßt du sein Gewand.
Sei gegrüßt du seine Magd.
Sei gegrüßt du seine Mutter.
Und seid gegrüßt,
ihr heiligen Tugenden alle,
die durch die Gnade und die Erleuchtung des hl. Geistes
in die Herzen der Gläubigen eingegossen werden,
um aus Ungläubigen, Gott getreue Menschen zu machen. Amen.

Gedanken und Ausklang

Welchen Zugang habe ich zur Gottesmutter? Welchen Namen gebe ich ihr? Was bedeutet mir Maria? Den gemeinsamen Abend beendeten wir mit einer schlichten Agape und gemütlichem Beisammensein. Ein danke allen, die diesen Abend gemeinsam mit uns verbracht haben. „Friede und Heil.“