Buch-Cover "Restituta - Glaube gegen NS-Gewalt"

Neuerscheinung: Buch „Restituta – Glaube gegen NS-Gewalt“

Soeben ist das Buch „Restituta – Glaube gegen NS-Gewalt“, herausgegeben vom Verein Restituta-Forum, erschienen. Die Publikation ist der Begleitband zur gleichnamigen von Architekt Checo Sterneck neugestalteten Dauerausstellung im Hartmannkloster, Hartmanngasse 7, 1050 Wien.

Buch „Restituta – Glaube gegen NS-Gewalt“

Das Buch „Restituta – Glaube gegen NS-Gewalt“ beinhaltet neben der Lebensgeschichte der seligen Restituta (P. Antonio Sagardoy OCD) die Stellung der katholischen Kirche im NS-Regime (Wolfgang Neugebauer), das Phänomen des Martyriums aus katholischer Perspektive (Roman Siebenrock) sowie das Restituta-Gedenken im Kontext der österreichischen Gedächtniskultur (Claudia Kuretsidis-Haider, Heinz Arnberger). Auf den ersten Seiten gibt Ausstellungsarchitekt Checo Sterneck Einblick in die Gestaltung der Dauerausstellung.

Buch-Cover "Restituta - Glaube gegen NS-Gewalt"

Buch „Restituta – Glaube gegen NS-Gewalt“

Zum Herausgeber: Verein Restituta-Forum

Der Verein Restituta-Forum verbreitet das Gedankengut und die Lebensgeschichte der seligen Restituta Kafka, ihr Wirken in der Gemeinschaft in Offenheit und Hilfsbereitschaft gegenüber allen Menschen. Der Verein wurde im Jahr 2000 gegründet und hat seinen Sitz in Wien.

Sr. M. Restituta – Helene Kafka

Schwester Maria Restituta, geboren 1894 als Helene Kafka in Brünn, aufgewachsen in Wien-Brigittenau, war eine österreichische Widerstandskämpferin. Sie wurde 1942 in einem NS-Volksgerichtsprozess zum Tod verurteilt und 1943 als einzige Ordensfrau im Dritten Reich hingerichtet. Die Franziskanerin von der christlichen Liebe war Krankenschwester und arbeitete zuletzt im Krankenhaus Mödling (NÖ), wo sie am Aschermittwoch 1942 von der Gestapo verhaftet wurde.

Sr. M. Restituta war geprägt durch ihre Treue zum christlichen Glauben und ihre pazifistische, österreich-patriotische Gesinnung. Papst Johannes Paul II. sprach sie 1998 auf dem Wiener Heldenplatz selig.

 

Buch-Cover "Restituta - Glaube gegen NS-Gewalt"

Buch „Restituta – Glaube gegen NS-Gewalt“

Buch „Restituta – Glaube gegen NS-Gewalt“

Restituta-Forum (Hg.)
Restituta – Glaube gegen NS-Gewalt
Verlag: Edition Steinbauer
Klappenbroschur, 96 Seiten, 66 Abb.
Format: 26 x 21 cm
ISBN: 978-3-902494-81-8
Preis: € 19,-/SFR 43,-

 

 

Die Dauerausstellung "Restituta - Glaube gegen NS-Gewalt" im Hartmannkloster 1050 Wien zeigt Sr. M. Restitutas Lebens- und Glaubenszeugnis.

Blick in die Dauerausstellung „Restituta – Glaube gegen NS-Gewalt“

Dauerausstellung „Restituta – Glaube gegen NS-Gewalt“

Besichtigungen ohne Voranmeldung: jeden ersten Mittwoch im Monat zwischen 14.00 und 17.00 Uhr – zu dieser Zeit sind leider keine Führungen möglich.
Führungen für Gruppen: nach telefonischer Voranmeldung unter 01 546 05-4310.
An Feiertagen und während der Schulferien bleibt die Ausstellung geschlossen.
Der Eintritt ist frei.

Foto von Sr. Johanna in Guatraché

Aus unseren Niederlassungen: Sr. M. Johanna Aichhorn in der Provinz Argentinien/Paraguay

Die Geschichte der Franziskanerinnen von der christlichen Liebe in der Provinz Argentinien/Paraguay beginnt 1939. Damals wurden nach den ersten nationalsozialistischen Maßnahmen gegen Klöster und Ordensgemeinschaften in Österreich fünf Schwestern nach Argentinien entsandt. Dort sollten sie den Fortbestand der Gemeinschaft sichern. Bereits 1941 wurde in Buenos Aires ein Noviziat errichtet. Aktuell führen die „Hermanas Franciscanas de la Caridad Cristiana“ in der Provinz Argentinien/Paraguay fünf Niederlassungen. Von 2011 bis 2016 lebte und arbeitete die Österreicherin Sr. M. Johanna Aichhorn in der Provinz Argentinien/Paraguay im Altenheim in Buenos Aires und im Kinderheim in Guatraché.

Altenwohnheim in Buenos Aires

Im Altenheim in Buenos Aires arbeitete die gelernte Kindergarten- und Montessoripädagogin Sr. M. Johanna in der Vorküche und im Speisesaal. Dort war sie für die Zubereitung der Nachspeisen und die Essensaugabe zuständig. Neben dieser Tätigkeit für das leibliche Wohl kümmerte sich Sr. M. Johanna vor allem um das seelische Befinden der Heimbewohnerinnen. Besonders die vielen Gespräche mit den Frauen, das gemeinsame Vorbereiten und das Feiern von Festen beschenkten beide Seiten.

„Es war ein wunderschöner Dienst mit vielen bereichernden Begegnungen, dem Kennenlernen einer anderen Kultur, einer anderen Lebensweise… So entstand ein Band des Vertrauens und der Liebe.“

Foto einer Geburtstagsfeier mit Sr. Johanna und Bewohnerinnen des Altenwohnheimes in Oliden

Geburtstagsfeier im Altenwohnheim in Buenos Aires

 Kinderheim in Guatraché

Im Kinderheim in Guatraché konnte Sr. M. Johanna ihre reiche Erfahrung als Kindergartenpädagogin einbringen. Dort war sie als Erzieherin und Betreuerin tätig. Kinder aus sozial benachteiligten Familien, in denen Themen wie Armut und Gewalt leider kein Tabu sind, fanden im Kinderheim in Guatraché Aufnahme.

„Die Herzen der Kinder gewann ich schnell mit viel Liebe, Geduld, Verständnis, Zuneigung und auch liebevoller Konsequenz. So fühlten sich die Kinder von uns angenommen und waren dankbar für ihr ‚Zuhause‘.“

Sr. M. Johanna mit einer Betreuerin und den Kindern von Guatraché

Sr. M. Johanna mit einer Betreuerin und den Kindern von Guatraché

Katechese in Guatraché

Da es in den öffentlichen Schulen Argentiniens keinen Religionsunterricht gibt, werden die Kinder vor allem in den Pfarren im Rahmen der Katechese in den christlichen Glauben eingeführt. Auch die Vorbereitung auf Erstkommunion und Firmung ist ausschließlich Aufgabe der Pfarren. So bereitete Sr. M. Johanna gemeinsam mit einer Freundin 20 Kinder zur Erstkommunion vor.

„Das war ein wunderschönes, unvergessliches Erlebnis.“

Foto der Schwestern mit den Erstkommunionkindern

Die Schwestern des Kinderheimes in Guatraché mit ihren Erstkommunionskindern

Weitere Informationen zu unseren Niederlassungen in Argentinien/Paraguay finden Sie hier.

Das ist ein Foto vom 2016 frtig gestellten Operationsbereich im Franziskus Spital Margareten.

Franziskus Spital: Ein gemeinnütziges Wiener Ordensspital an zwei Standorten

Die Franziskanerinnen von der christlichen Liebe und die Elisabethinen Wien-Linz führen seit Jahresbeginn 2017 das Franziskus Spital. Die Standorte Margareten (ehemals Hartmannspital, nun Franziskus Spital Margareten) und Landstraße (ehemals Krankenhaus St. Elisabeth, nun Franziskus Spital Landstraße) bleiben erhalten und widmen sich dem Schwerpunkt „Medizin für Menschen im Alter“.

Tradition mit Zukunft

Die über Jahrhunderte bewährten Erfahrungen der Franziskanerinnen von der christlichen Liebe und der Elisabethinen in der Führung ihrer Krankenhäuser werden unter modernsten Aspekten zum Nutzen zukünftiger Generationen gesichert. Die beiden Ordensgemeinschaften arbeiten seit Langem mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter zeitgemäßen Strukturen, die stets den aktuellen gesundheitspolitischen Bedingungen entsprechen. Der Entschluss der Ordensleitungen, das gemeinsame Krankenhaus an zwei Standorten zu führen, ist die Antwort an die gegenwärtigen Anforderungen.

„Unsere Häuser haben sich entschlossen, ihre Kompetenzen, die über Jahrhunderte aufgebaut und weiterentwickelt wurden, zu bündeln und in Zukunft gemeinsam das Konzept „Medizin für Menschen im Alter“ anzubieten“,

sind die Generaloberinnen Sr. M. Hilda Daurer, Franziskanerin von der christlichen Liebe, und Sr. Barbara Lehner, Elisabethine, von ihrem Entschluss überzeugt.

Medizinische Schwerpunkte im Franziskus Spital

Das Franziskus Spital Margareten bietet als Akutspital mit 166 Betten die Schwerpunkte Innere Medizin (Herz-Kreislauf und Atmung, Erkrankungen des Verdauungstraktes / Viszeralmedizin), Chirurgie, Anästhesie und Intensivmedizin sowie Akutgeriatrie und Remobilisation. Das Franziskus Spital Landstraße deckt mit insgesamt 70 Betten die Bereiche Innere Medizin für Menschen im Alter, Akutgeriatrie und Remobilisation sowie Palliativmedizin ab. Das Spital ist in den öffentlichen Versorgungsauftrag der Stadt Wien eingebunden und steht Patientinnen und Patienten aller Krankenkassen offen.

Mehr Information zum „Franziskus Spital“.

Foto aller Ausgezeichneten, Sr. M. Birgit Dorfmair erhielt den Anerkennungspreis der Orden.

Anerkennungspreis der Orden 2016 an Sr. M. Birgit Dorfmair

Sr. M. Birgit erhielt den Anerkennungspreis der Orden. Er wurde am 22. November 2016 beim Österreichischen Ordenstag verliehen. Laudatorin Sr. Beatrix Mayrhofer, Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden Österreichs, würdigte Sr. M. Birgits positiven Einfluss auf das Leben vieler Menschen und das Werk der Franziskanerinnen von der christlichen Liebe.

Preis der Orden: Anerkennung für soziales Engagement

Der Preis der Orden wurde heuer zum dritten Mal ausgeschrieben. Er zeichnet engagierte soziale, journalistische, künstlerische oder wirtschaftliche Leistungen an der Schnittstelle zwischen Orden und Gesellschaft aus. Der Hauptpreis ist mit € 10.000,- dotiert. Der Anerkennungspreis der Orden zeichnet das gesellschaftspolitische und spirituelle Engagement der PreisträgerInnen aus. Verliehen wird der Preis durch die Superiorengemeinschaft und die Vereinigung der Frauenorden Österreichs. Der Preis der Orden will Engagierte in ihrem Tun und Wirken für die Mitmenschen stärken.

Foto der mit dem Anerkennungspreis der Orden ausgezeichneten Sr. M. Birgit Dorfmair mit Mitschwestern und Mitarbeitern.

Sr. M. Birgit Dorfmair mit dem Anerkennungspreis der Orden. Mitschwestern und Mitarbeiter des Franziskus Spitals begleiteten sie zur Preisverleihung.

Anerkennungspreis der Orden für sichtbares und spürbares Zeugnis

Sr. M. Birgit leitet seit 1994 die Aufnahme- und Entlassungskanzlei des ordenseigenen Krankenhauses Hartmannspital (ab 2017 Franziskus Spital Margareten) und ist somit bereits beim Eintritt in das Spital sichtbares und spürbares Zeichen unserer Ordensgemeinschaft. Sr. M. Birgit wurde 1958 in Ertl (Niederösterreich) geboren und trat 1977 in unsere Ordensgemeinschaft ein. Ihre Erste Profess legte sie 1980 ab, fünf Jahre danach die Ewige Profess. Wir danken Sr. M. Birgit für Ihr Wirken in unserer Gemeinschaft zum Wohl ihrer Mitmenschen und gratulieren ihr sowie allen Preisträgern herzlich.

Alle Preisträger 2016

Die Anerkennungspreise der Orden gingen neben Sr. Birgit an Otto Hirsch und an das Albertus Magnus Gymnasium. Der Hauptpreis der Orden 2016 wurde an Oberärztin Manuela Baumgartner vom Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz für das Projekt „Glück schenken“ (Kategorie Einzelperson) und an das Projekt „SALE für alle“ der Salesianer Don Boscos (Kategorie Institution) verliehen.

Hier finden Sie weitere Informationen über die ausgezeichneten Projekte 2016

Rückblick: Ausstellungseröffnung „Restituta – Glaube gegen NS-Gewalt“

Rund 150 Besucherinnen und Besucher feierten am 23. Oktober 2016 mit P. Antonio Sagardoy OCD (Restituta-Biograph, Bischofsvikar für die Orden der Diözese Gurk-Klagenfurt)  in der Mutterhauskapelle der Franziskanerinnen von der christlichen Liebe die Heilige Messe zum 100. Gedenktag der Ersten Profess der seligen Restituta. Anschließend segnete er die Ausstellung „Restituta – Glaube gegen NS-Gewalt“, die Generaloberin Sr. M. Hilda Daurer danach offiziell eröffnete.

Die Ausstellung zeigt das Lebens- und Glaubenszeugnis der seligen Restituta, Helene Kafka, von ihrer Herkunft in Brünn an, ihrer Kindheit und Jugend im Einwanderer- und Arbeitermilieu der Brigittenau, ihr Ordens- und Berufsleben als Franziskanerin von der christlichen Liebe und Krankenschwester, ihren mutigen Widerstand gegen das NS-Regime sowie ihre vielfältige Verehrung bis heute. Zugleich gedenkt die Ausstellung allen Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen in dieser Zeit ohne Gnade verfolgt wurden, besonders aber jenen 18 Männern und Frauen, die am 30. März 1943 unter dem Fallbeil dieselbe Todesstunde mit Sr. Restituta vereinte.

Team der Neugestaltung

2003 konzipierten Herbert Exenberger und Sr. Edith Beinhauer die Ausstellung. Der ursprüngliche Aufbau wurde übernommen und baulich, architektonisch und grafisch neu gestaltet von Baumeister Friedrich Mayer, Architekt Checo Sterneck und Grafikdesigner Thomas Reinagl. Kuratoren der Ausstellung sind Brigitte Perthold und Heinz Arnberger.

Besuchszeiten und Eintritt

Besichtigungen: jeden ersten Mittwoch im Monat zwischen 14.00 und 17.00 Uhr
Führungen: nach Voranmeldung unter 01 546 05-4310 oder sekretariat@franziskanerinnen.org
An Feiertagen und während der Schulferien bleibt die Ausstellung geschlossen.
Der Eintritt ist frei.

Jubilarinnen Sr. Johanna, Hna. M. de los Angeles, Hna. M. Veronica

1. Oktober 2016: Professjubiläum mit Abt em. Mag. Berthold Heigl OSB

Am Samstag, den 1. Oktober 2016, feierte Abt em. Mag. Berthold Heigl OSB, Stift Seitenstetten, den Festgottesdienst zum Professjubiläum in der Mutterhauskapelle. Anschließend ließen die Jubilarinnen mit ihren Angehörigen, ihren Mitschwestern und weiteren Gästen den Tag bei einem gemütlichen Beisammensein im Franziskussaal des Hartmannspitals ausklingen.

Wir gratulieren unseren Jubilarinnen und danken ihnen für all das Gute, das sie in unsere Gemeinschaft und durch ihren Dienst an den Mitmenschen in die Welt gebracht haben.

25 Jahre Profess:

Hna. M. Veronica Negri (Argentinien)

Hna. Maria de los Angeles Coria (Argentinien)

40 Jahre Profess:

Sr. M. Johanna Aichhorn

50 Jahre Profess:

Sr. M. Magdalena Klackl

Sr. M. Margarete Rechberger

60 Jahre Profess:

Sr. M. Berchmana Neubauer

 65 Jahre Profess:

Sr. M. Beata Kohlberger